Warum sich Aufräumen lohnt!

Warum sich Aufräumen lohnt!

Warum sich Aufräumen lohnt!

Warum sich Aufräumen lohnt!

Wer äusserlich Ordnung schafft, vollzieht dies auch innerlich. Das Ausmisten schafft nicht nur Freiraum in den eigenen vier Wänden, sondern vor allem auch in unserem Geist. Ganz gleich, ob wir eine Schublade ordnen oder unseren Gedanken, es geht stets um die grossen Themen: Loslassen, Entscheidungen treffen, Veränderung annehmen und Prioritäten setzen.

Es heisst, dass wir im Durchschnitt etwa 10.000 Dinge besitzen. Der Grundsatz „Besitz nimmt in Besitz“ trägt viel Wahrheit in sich. Nicht nur unerledigte Aufgaben beanspruchen unsere Aufmerksamkeit. Vieles von dem, was wir besitzen, bleibt ungenutzt und trägt dazu bei, dass wir den Überblick verlieren.

Mehr innerlicher Schwung durchs Aufräumen

Die britische Einrichtungs- und Lebensberaterin Karen Kingston behauptet, dass unsere Wohnung oder unser Haus eine dreidimensionale Darstellung unseres Lebens ist. Unsere äussere Welt spiegelt unsere innere Welt und umgekehrt. Durch das Aufräumen können wir frischen Schwung in unser Leben bringen, denn das Ausmisten ist ein effektives Instrument für die persönliche Entwicklung. Ein Übermass an Besitz bindet hingegen Energie und beeinträchtigt die Konzentration.

Ein gewisses Mass an Unordnung mag gemütlich sein, einfach weil es menschlich ist. Doch zu viel Unordnung kann sich negativ auf unseren Geist auswirken – und sogar auf unser Gewicht! Karen Kingston hat in ihren über 20 Berufsjahren festgestellt, dass Menschen, deren Wohnraum übermässig voll ist, oft Übergewicht haben. Ihre These lautet, dass Körperfett ebenso wie grosser Besitz dem Selbstschutz dient. Auch wenn diese Hypothese bisher nicht überprüft wurde, klingt sie schlüssig.

Ist ein Genie wirklich in der Lage, das Chaos zu überblicken?

Das Aufräumen unterstützt uns dabei, uns zu konzentrieren und zu fokussieren. Indem wir Dinge aussortieren, schaffen wir Platz für Neues. Neben der Frage, ob etwas noch gebraucht wird oder weggeräumt werden soll, sollten wir uns zwei weitere Fragen stellen: Warum hebe ich das auf? Und was mache ich mit dem neu gewonnenen Platz? Soll ich ihn wieder mit Altem füllen, etwas Neues hinzustellen oder ihn einfach leer lassen?

Das Aufräumen und Ausmisten ist letztlich ein psychologischer und philosophischer Exkurs in unsere aktuelle Verfassung, unser Wertesystem und unsere Seelenlandschaft. Dabei können wir auch die Kunst des Abschiednehmens üben. Wer etwas wegwerfen muss, das einst grosse Bedeutung hatte, kennt das Gefühl der Trauer. Sich bewusst zu machen, dass es nur ein Gegenstand ist und zur Vergangenheit gehört, kann sehr erleichternd sein – unabhängig davon, wie sehr man an dem Gegenstand hängt.

Putzen und Aufräumen wirken beruhigend und setzen Endorphine frei

Die französische Journalistin Anne de Chalvron hat sich zwar weniger mit dem Aufräumen selbst, sondern intensiver mit der Psychologie des Putzens beschäftigt. In ihrem Buch „Verteidigungsrede der kleinen Schindereien – die geheimen Vergnügen der Haushaltsarbeiten“ befragte sie 200 Personen zum Thema Putzen und Aufräumen. Dabei fand sie heraus, dass diese Tätigkeiten äusserst befriedigend sind und sogar zu einer vermehrten Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormonen) führen.

Aufräumtipps:
  • Beginnen Sie mit etwas Kleinem, vielleicht einer Schublade oder einfach Ihrem Geldbeutel.
  • Warten Sie nicht auf den perfekten Entrümpelungstag. Setzen Sie lieber Etappenziele: Diese Woche die Küche, nächste Woche den Kleiderschrank usw.
  • Legen Sie Termine fest, wann Sie wieder aufräumen wollen. Notieren Sie es im Kalender oder in einer App (z.B. Todoist).
  • Stellen Sie beim Aufräumen und vor allem beim Entrümpeln im Zweifelsfall folgende drei Fragen: Brauche ich diesen Gegenstand wirklich? Bereichert oder erleichtert er mein Leben? Macht er mich glücklich? Bei mindestens zwei Nein sollten Sie den Gegenstand entsorgen.
  • „Wenn-dann-Pläne“ können hilfreich sein, z.B.: „Wenn Donnerstag ist, werfe ich alle ungelesenen Zeitungen/Zeitschriften in den Papiermüll.“ Einmal etabliert, bildet sich ein Automatismus.
  • Gegen das Horten und Anschaffen von Dingen, die man bereits besitzt: Für jeden neuen Gegenstand muss ein alter weichen.
  • Legen Sie Tabuzonen fest, in denen sich nichts sammeln darf (z.B. auf der Kommode im Eingangsbereich, auf dem Esstisch etc.).
  • Nutzen Sie die „Drei-Kisten-Methode“ zum Entrümpeln: Kiste 1 für Dinge, die entsorgt werden sollen, Kiste 2 für wiederverwertbare Gegenstände, die Sie weggeben möchten, und Kiste 3 als persönliche Schatztruhe für Erinnerungen und Souvenirs. Setzen Sie eine Frist für Kiste 2, und wenn die Gegenstände nicht innerhalb dieser Zeit weggegeben werden, gehören sie zu Kiste 1.
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