Acht Tipps, wie man mit Einsamkeit nach einer Trennung umgehen kann

Acht Tipps, wie man mit Einsamkeit nach einer Trennung umgehen kann

Acht Tipps, wie man mit Einsamkeit nach einer Trennung umgehen kann

Acht Tipps, wie man mit Einsamkeit nach einer Trennung umgehen kann

Sich nach einer Trennung oder Scheidung einsam zu fühlen ist normal. Man hat immerhin mit dem anderen Menschen lange Zeit Freude und Sorge geteilt, Träume verwirklicht und Pläne geschmiedet. Steht man nun vor dem Scherbenhaufen der Beziehung, steigen neben Trauer, Ärger und Wut auch Gefühle von Angst und Einsamkeit empor.

Wenn eine Beziehung endet, gibt es eine Reihe von Gründen für das Gefühl von Einsamkeit. Trauer und Wut sind typische Emotionen während oder nach einer Trennung. Sie können dazu führen, dass wir uns von anderen zurückziehen und uns isolieren. Dieser Rückzug kann phasenweise sehr heilsam sein, dennoch sollte man nicht auf soziale Interaktionen verzichten. Nachweislich helfen soziale Bindungen, Stress zu reduzieren, und eine Trennung verursacht emotionalen Stress.

Man verliert mehr als nur den anderen

Bei Scheidungen und Trennungen ist es nicht ungewöhnlich, dass man einen Teil seines bisherigen sozialen Umfeldes verliert. Manche Freunde und Bekannten akzeptieren die Trennung oder ihre Gründe nicht. Andere kennen einen nur als Teil eines Paares. Wiederum andere stehen dem oder der Ex näher. Das gilt in ähnlicher Weise für die Ex-Familie.

Diese Menschen, die bisher ein wichtiger Teil des (gemeinsamen) Lebens waren, können vollständig aus Ihrem neuen Leben verschwunden sein. Und vergessen wir nicht die Haustiere. Viele Scheidungen und Trennungen bedeuten auch, dass ein geliebtes Haustier mit einem Partner geht. Auch das kann sehr schmerzen und Einsamkeit auslösen.

Sorgerecht und Holiday Blues

Wenn Kinder in eine Scheidung verwickelt sind, gibt es häufig Sorgerechtsprobleme. Bei manchen Paaren funktioniert es, dass sich beide zu gleichen Teilen um die Kinder kümmern. Bei vielen schaut es anders aus: einer erhält das Sorgerecht, der andere bleibt allein zurück. Nicht wenige leiden darunter, ihre Kinder nicht mehr um sich zu haben. Statt von Kindergeplärr ist die Wohnung von Einsamkeit erfüllt. Und dann kommen auch noch die bisher gemeinsam verbrachten Ferien und Feiertage, die mit neuen Traditionen und Leben gefüllt werden müssen, was sehr aufreibend sein kann.

Acht Tipps, wie kann man nach dem Ende einer Beziehung mit Einsamkeit umgehen kann:
1. Akzeptieren Sie Ihre Gefühle.

Jedes Gefühl hat seine Berechtigung – auch ein negatives wie Scham, Wut oder Trauer. Lassen Sie es zu, dann vergeht es viel schneller. Es kann heilsam sein, zu trauern oder mal richtig wütend zu sein. Gut zu wissen ist, dass Gefühle nicht länger als sieben Minuten dauern. Erinnern Sie sich daran, denn das schafft Abstand. Und dieser Abstand ist besser, als sich von anderen Menschen zu distanzieren und sich einzuigeln.

2. Vermeiden Sie es, in die nächste Beziehung zu flüchten.

Zugegeben: Komplimente, Flirts und kleine Liebeleien sind Streicheleinheiten für die geschundene Seele und tun dem angeknacksten Ego gut. Dennoch sollte Einsamkeit oder die Angst davor Sie nicht dazu bringen, zu schnell in eine neue Beziehung zu tauchen. Es kann den anderen schmerzen, Ihr Trostpflaster zu sein. Zudem vergeben Sie sich eine wichtige Heilungszeit, um gestärkt und mit Orientierung wieder auf den Dating-Pfad zu gehen.

3. Treten Sie einer Selbsthilfegruppe bei.

Sie sind nicht allein. Therapiegruppen bieten die Möglichkeit, Hilfe, Verständnis und Einsicht von anderen zu erhalten, die ähnliche Erfahrungen machen. In Selbsthilfegruppen stehen die Chancen gut, dass Sie auf andere treffen, die bereit sind zu sprechen, zuzuhören, Ratschläge zu geben und mit Ihnen Zeit zu verbringen.

4. Schaffen Sie neue Routinen.

Der Verlust einer Beziehung kann auch bedeuten, dass Ihr ganzes Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird. Typische Alltagsroutinen – lieb gewonnene wie auch nervige – fallen mit dem Weggang des Partners komplett weg. Je länger die Beziehung war, desto desorientierter und richtungsloser kann man sich fühlen. Einfache Alltagsroutinen wie Essens- oder Schlafzeiten fallen aus den Fugen, was sich auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden auswirken kann. Routinen helfen, ähnlich wie Rituale, Ordnung zu schaffen und den Überblick zu behalten. Überlegen Sie sich daher neue Routinen – für Ihr Hobby, Ihr Abendessen, Ihre Sonntage.

5. Bewegen Sie sich.

Wenn Sie früher regelmässig Sport getrieben haben, dann fangen Sie wieder damit an. Beginnen Sie gern mit kleinen Einheiten wie Spaziergängen. Bewegung bewirkt, dass Endorphine ausgeschüttet werden, die unser Wohlbefinden fördern.

6. Gehen Sie in die Natur.

Wie die Natur uns entspannen lässt, kann man messen: Nachweislich sinken Stresshormone, Blutdruck und Pulsschlag, wenn wir im Grünen sind. Es reichen bereits fünf Minuten Bewegung im Grünen pro Tag aus, um das Risiko für psychische Leiden zu reduzieren und das Selbstwertgefühl signifikant zu verbessern. Seien Sie also so oft draussen wie möglich, egal, ob Sie in den Wald oder in einen Park gehen. Selbst ein kleiner bepflanzter Balkon ist besser, als immer nur in geschlossenen Räumen zu sitzen.

7. Engagieren Sie sich.

Ob Sie sich ehrenamtlich engagieren oder einem Club beitreten: Wenn Sie sich mit anderen Menschen beschäftigen, unterstützen Sie sich mehrfach. Anderen zu helfen schüttet Endorphine aus und macht glücklich. Sie schaffen eine neue Routine und lernen neue Leute kennen, während Sie etwas Gutes tun.

8. Seien Sie gut zu sich selbst.

Erstellen Sie eine Liste von Aktivitäten und Dingen, die Sie mögen und die Ihnen guttun. Egal ob Spaziergang, Schaumbad, Lieblingsmusik hören oder einen Thriller lesen – machen Sie jeden Tag etwas, das Ihnen Freude bereitet. Versuchen Sie, jeden Tag ein paar angenehme Momente herauszuarbeiten. Wenn Sie solche guten Gewohnheiten entwickeln, können Sie gut mit sich allein sein, ohne sich einsam zu fühlen.

Wie lange das Gefühl der Einsamkeit nach einer Scheidung oder Trennung anhält, ist unterschiedlich. Es heisst, die Zeit heilt alle Wunden – da ist etwas Wahres dran, wenngleich Narben bleiben und immer mal weh tun. Damit Heilung geschehen kann, hilft es, die Wunde liebvoll zu versorgen und auf das Beste zu hoffen. In den meisten Fällen ist das Gefühl der sozialen Isolation und des Rückzugs vorübergehend. Sicher, es stellt sich immer mal ein Moment der Einsamkeit ein – sie kommt und geht wie in Wellen –, aber solche Phasen gab es vielleicht auch, als Sie noch in einer Beziehung waren. Wenn die Einsamkeit immer weitergeht und niemals zu enden scheint, ist es möglicherweise an der Zeit, mit einem Arzt oder Therapeuten zu sprechen. Denn Einsamkeit, auch chronische, kann man überwinden.

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