Über das Wiederbeleben von verlorenen Freundschaften

Über das Wiederbeleben von verlorenen Freundschaften

Über das Wiederbeleben von verlorenen Freundschaften

Über das Wiederbeleben von verlorenen Freundschaften

Mit ehemaligen Freunden verbindet uns ein wichtiger Teil unserer Lebensgeschichte. Es kann sehr verwirrend sein, wieder mit jemandem in Kontakt zu kommen, mit dem man sich entzweit hat. Eine gründliche Inventur hilft, das Geflecht an Gefühlen zu entknoten, um offen zu sein für den ersten Schritt.

Ehemalige Freunde nehmen einen besonderen Platz in unserem Herzen ein. Wir haben mit ihnen gelacht und gelitten. Und sie kennen einige intime Details aus unserer Vergangenheit, die wir schon längst vergessen geglaubt haben: den Namen unseres ersten Haustiers, Schülerstreiche, die uns heute peinlich sind, oder wer uns wie das Herz gebrochen hat. Wieder mit jemandem in Kontakt zu treten, den man einmal gut gekannt hat, kann sehr verwirrend sein. Der andere weiss zwar eine ganze Menge von unserer Vergangenheit, hat aber keine Ahnung von unseren heutigen Hoffnungen, Träumen und Ängsten.

Menschen kommen und Menschen gehen. Die Erfahrung zeigt, dass wir viele Freundschaften um das dreißigste Lebensjahr verlieren. Lebensläufe ändern sich, Familien werden gegründet, Verpflichtungen nehmen zu, Eltern müssen vielleicht gepflegt werden. Das Auslaufen einer Freundschaft bedeutet nicht, dass wir diese Menschen für immer aus unserem Leben verbannen müssen. Es bedeutet nur, dass wir in verschiedene Richtungen gegangen sind. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege eines Tages wieder und wir gehen ein weiteres, gemeinsames Stück.

Machen Sie gründlich Inventur

Die Wiederbelebung einer gestrandeten Freundschaft erfordert mehr als nur das Drücken der Wiedergabetaste nach einer Pause. Fragen Sie sich daher zunächst ganz ehrlich, warum Sie das wollen und ob es sich tatsächlich lohnt, diese Freundschaft wiederzubeleben. Aus manchen Freundschaften wächst man heraus wie aus alten Hosen. Manche Freunde sind nur Lebensabschnittsgefährten. Sobald eine Gemeinsamkeit wie Schule, Lehre oder Arbeitsplatz wegfällt, versanden viele Freundschaften – aus den Augen, aus dem Sinn.

Was war der Grund für das Aus?

Denken Sie auch darüber nach, warum und wie die Freundschaft geendet ist. War es ein langsamer Prozess des Auseinanderlebens, ist etwas zutiefst Verletzendes passiert wie zum Beispiel ein Verrat, oder war es etwas ganz anderes? Was auch immer Sie beide auseinandergebracht hat, es ist möglicherweise nicht verschwunden. Manchmal romantisieren wir unsere Freundschaften und vergessen die Gründe, warum wir keinen Kontakt mehr haben. Bevor man sich unversehens wieder im selben Morast findet, sollte man sich daher einer ehrlichen Bestandsaufnahme stellen. Die Gründe für das damalige Aus zu kennen hilft, es diesmal besser zu machen. Ausserdem kann man mit diesem Wissen ausloten, wie empfänglich der andere für unsere Bemühungen ist.

Denken Sie darüber nach, wie Sie Freunde geworden sind

Oftmals passieren Freundschaften zufällig. Sie entwickeln sich allein aus Gewohnheit, weil man mit Bekannten viel Zeit verbringt. Falls es keinen guten Grund gab, weshalb Sie sich aus den Augen verloren haben, waren Sie vielleicht nur Bekannte? Wenn man eine Freundschaft wiederbeleben möchte, lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie Sie Freunde geworden sind. Welche Gemeinsamkeiten hatten Sie? Welche Erfahrungen haben Sie gemeinsam gemacht? Eine gute Übung ist, sich vorzustellen, man träfe sich zum ersten Mal. Lassen Sie sich von Ihrer Intuition führen, und spüren Sie nach, was für die ehemalige Freundschaft spricht.

Machen Sie sich die Veränderungen bewusst

Machen Sie sich die Veränderungen bewusst, die seit dem Ende der Freundschaft eingetreten sind. Wenn man mit jemandem die Schulbank gedrückt hat und seitdem Jahre vergangen sind, kennt man die andere Person nicht mehr wirklich. Und das gilt auch umgekehrt. Im Grunde treffen sich zwei Fremde wieder.

Analysieren Sie, was sich in Ihrem Leben geändert hat und ob die andere Person in Ihre heutige Lebensrealität passt. Vielleicht haben Sie sich wegen Zeitmangels aus den Augen verloren. Können Sie heute sicherstellen, ein zuverlässiger Freund zu sein? Was bräuchte es hierfür?

Erwartungen überprüfen

Inwieweit man es geschafft hat, in Kontakt zu bleiben, oder was man über das aktuelle Leben des anderen weiß, kann bestimmen, ob und wie man wieder an die ehemalige Beziehung anknüpfen kann. Vielleicht gibt es Einflüsse im Leben Ihres ehemaligen Freundes – Umzug, Jobwechsel, Heirat, Scheidung, Kinder, medizinische Probleme –, die es ihm erschweren, die alte Freundschaft zu Ihnen wiederzubeleben. Selbst dann, wenn er es wollte. Bedenken Sie, dass Sie je nach Dauer der Trennung irgendwie auch auf eine fremde Person treffen. Sicher, Grundzüge kennt man, aber es fehlt dennoch das gesamte Bild. Menschen verändern sich, und so auch Freundschaften. Überprüfen Sie daher, ob Ihre Erwartungen realistisch sind.

Aktiv werden

Im Blog „Wie man eine verlorene Freundschaft wiederbelebt“ erhalten Sie konkrete Tipps, wie Sie vorgehen können, wenn Sie einer verblassten Freundschaft wieder Leben einhauchen wollen.

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Was man gegen seine Sorgen machen kann!: Sich Gedanken zu machen und auch mal Sorgen, das ist normal. Bedenklich wird es, wenn trübe Gedanken und übertriebene Sorgen lebensbestimmend werden. Es ist wichtig unnötige Sorgen von echten zu unterscheiden und aus quälenden Gedankenschleifen auszusteigen.

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