Tipps & Tricks um Konflikte zu lösen!

Tipps & Tricks um Konflikte zu lösen!

Tipps & Tricks um Konflikte zu lösen!

Tipps & Tricks um Konflikte zu lösen!

Konflikte sind Teil unseres Alltags. Sie zu ignorieren oder die Augen davor zu verschliessen bringt nichts. Konflikte sollten aktiv angegangen werden, denn sie tragen viele Informationen in sich – über mich, über meine Beziehung zum anderen und auch darüber, wie die bestehende Situation verbessert werden kann. Die Konfliktfähigkeit zu stärken bedeutet immer auch, den Selbstwert zu stärken.

Konflikte sind nicht nur lästig und kräftezehrend, sie bergen auch viel positives Potenzial. Indem sie ein Bewusstsein dafür schaffen, dass unterschiedliche Interesse, Werte und Ziele vorliegen, eröffnen sie uns Chancen zu Veränderungen und Verbesserung. Das ist aber nur möglich, wenn wir konstruktiv damit umgehen können. Da es keine Patentlösungen gibt, gilt es, den Konflikt zu „managen”.

Die Prioritäten zu kennen stärkt die Konfliktfähigkeit

Wenngleich wir nicht immer davon ausgehen können, dass unser Gegenüber mit einem Konflikt konstruktiv umgehen kann oder will, lohnt es sich für jeden Einzelnen, die eigene Konfliktfähigkeit zu stärken. Sie unterstützt uns darin, unsere Standpunkte vorzubringen und klar zu artikulieren. Wenn ich meine Bedürfnisse kenne, kann ich leichter meine Interessen vertreten und halte andere Meinungen problemlos aus.

Konfrontation ist nicht konstruktiv

Mir die Anliegen eines anderen anzuhören heisst noch lange nicht, dass ich ihnen zustimme – selbst dann nicht, wenn ich mit Schweigen antworte. Mit dem aktiven Zuhören hat man bei Meinungsverschiedenheiten jedoch einen ersten Schritt zu einem weniger konfliktgeladenen Austausch getan. Der andere fühlt sich wahrgenommen, vielleicht sogar wertgeschätzt. Damit haben wir eine vollkommen andere Ausgangssituation, als wenn sofort alle Schutzschilde hochgefahren werden.

Aktiv im Prozess sein und dabei persönlich wachsen

Konstruktiv im Sinne von Konfliktfähigkeit bedeutet, dass ich Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg gehe, sondern die jeweiligen Unterschiede anerkenne, vielleicht sogar als bereichernd empfinde. Es bedeutet auch, dass ich Nachgeben nicht als Verlieren bewerte. Nicht umsonst sagen wir: „Der Klügere gibt nach.“ Nachzugeben kann das Selbstwertgefühl auch stärken – ich muss nicht egal zu welchem Preis gewinnen.

Es kommt auf die eigene Haltung und Perspektive an (fernab von Schönfärberei) und darauf, dass ich aktiv im Prozess bin. Beim Umgang mit Konflikten geht es auch immer um Selbsterkenntnis, Selbstbewusstein, Selbst- und Fremdwahrnehmung. Je klarer unsere Vorstellung über uns selbst ist, desto leichter können wir auch innere (An-)Spannungen angehen und lösen.

Besser nicht!

Neben der aktiven Konfliktlösung gibt es weitere Strategien, mit Schwierigkeiten umzugehen, die zwar üblich, aber nicht hilfreich sind, da sie Konfliktherde nicht löschen, sondern weiter anheizen:

  • Vermeidung: Um konfliktträchtige Themen wird ein grosser Bogen gemacht. Alles rund um das Problem wird vermieden. Konflikte werden verleugnet oder sogar vertuscht.
  • Ausschluss: Allianzen werden geschmiedet, und ganz nach dem Motto „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich” wird ein Andersdenkender aus der Gruppe ausgeschlossen.
  • Unterdrückung: Die Mehrheit oder derjenige mit der weitreichendsten Macht entscheidet. Minderheiten mit anderen Meinungen oder ohne Macht werden zur Anpassung gezwungen.
  • Pseudo-Kompromiss: Ohne Austausch, Diskussion oder Hinterfragen wird ein Kompromiss geschlossen, der nur peripher alle Interessen und Gefühle berücksichtigt.
Die Kunst der angemessenen Intervention

Sieben Möglichkeiten, um mit Spannungen besonnen umzugehen:

  1. Analyse: Was genau missfällt mir? Worum geht es genau? Welche Art von Konflikt liegt vor? Welche Personen sind beteiligt? Wie ist das Verhältnis zueinander? Welche Personen/Projekte sind betroffen? Wie weit ist der Konflikt schon eskaliert? Braucht es (externe) Sofortmassnahmen?
  2. Selbstreflexion: Wie ist meine Selbstwahrnehmung? Wie geht es mir im Moment? Wie mit dieser Situation? Gibt es Gründe meinerseits, dass es zu dieser Situation gekommen ist? Welche Haltung habe ich gegenüber der Person/Situation? Wie behandle ich mein Gegenüber? Was ist mir bei der Konfliktklärung wichtig? Kann ich das selber lösen, oder brauche ich Unterstützung? Was ist gestalt- und verhandelbar, was nicht?
  3. Auslöser: Gibt es bestimmte Trigger Points, die bei mir ungute Gefühle ausgelöst haben? Erinnerungen an ähnliche Situationen oder Personen? Drückt der andere (bewusst) bestimmte Knöpfe?
  4. Perspektivwechsel: Wozu könnte die Meinungsverschiedenheit gut sein? Was ist jetzt an der Gesamtsituation besser als vor dem Konflikt? Was finde ich gut an der anderen Person? Wie findet der andere mich? Was denkt die andere Person von der Situation?
  5. Szenarien durchgehen: Was würde schlimmstenfalls passieren, wenn ich mich offen und energisch durchsetze? Gibt es etwas, wovor ich Angst habe? Welche Konsequenzen befürchte ich? Wie kann ich dem vorbeugen? Was passiert meiner Vorstellung nach, wenn ich nachgebe? Und was könnte passieren, wenn ich Unterstützung hinzuziehe? Inwieweit kann ich damit leben, dass die Lösung des Konflikts nicht zwangsläufig in „Harmonie” münden wird?
  6. Sparringpartner: Gibt es eine Vertrauensperson, mit der ich meine Gedanken, Szenarien und Verhaltensweisen besprechen kann? War/wird meine Reaktion wirklich beleidigend, zu forsch, verletzend?
  7. Ausblick: Was kann ich aus dem Erlebten und der Reflexion für das nächste Mal mitnehmen?
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